Die Katze ist schon da. Gestern Abend angekommen, sieben Monate alt, aber gar nicht scheu, hat sich alles genau angesehen.
Um halb eins bin ich ins Bett gegangen. Um fünf Uhr früh saß sie maunzend vor meiner Tür. Ich total planlos mitten aus dem Schlaf gerissen, bin mir vorgekommen, als hätte ich wieder ein Kleinkind. Ich habe sie dann natürlich reingelassen. Sie hat aber weiter gemaunzt und zwar ganz schön laut. Daraufhin habe ich ihr etwas zu fressen und zu trinken angeboten, was sie aber nicht mochte. Na gut, habe ich ihr gesagt, dann gehe ich wieder ins Bett.
Zurück im Bett, ist sie gleich raufgesprungen und minutenlang auf meinem müden Körper herumspaziert, Katzen Shiatsu-mäßig. Danach hat sie ihre Krallen an meinem Polster ausprobiert, während ich direkt daneben versucht habe, wieder einzuschlafen.
Irgendwann nach sechs hat sie sich dann unters Bett verkrochen – wo es ur ausschaut, wie ich im Zuge dessen draufgekommen bin, ähm. Aber anscheinend taugt ihr das; bald habe ich gleichmäßige Atemgeräusche gehört. So konnte ich dann ab halb sieben auch noch ein bisschen schlafen. Als ich aufgewacht bin, lag sie immer noch schlafend unterm Bett.
Aber sie ist so süß und hübsch, man kann ihr natürlich nicht böse sein. Aber heute Nacht schlafen wir durch, gell junge Dame? Weil heute bleiben wir sowieso noch lange auf. Weil bester Abend: Songcontest!