Nächste Obsession: ESC.
Also gestern war ja das erste Semifinale und was soll man sagen, die Bühne der Stadthalle war schon mal ganz cool, finde ich:
Die Moderatoren hm. Wie sang Jendrick, der deutsche ESC Kandidat von 2021: “I don’t feel hate, I just feel sorry”. Nein, ich habe irgendwie keine richtige Meinung dazu und das ist ja auch mal ganz angenehm.
Zu den Songs. Ich persönlich habe mich sehr gefreut, dass Litauen dann doch weitergekommen ist und ich weiß, Lion Ceccah mit Sólo quiero más ist ein Minderheitenprogramm oder wie jemand in den ESC Reactions meinte: Litauen bringt heuer den Beitrag, der am lautesten Kunsthochschule schreit. Dafür ist normalerweise eher Portugal zuständig. Aber mir gefällt das wirklich gut, ich fand auch das Staging interessant. Apropos Staging: In unserer ESC Gruppe wurde der Abend zusammengefasst als: Grusel, Hexen, Monster & Zauberer und das stimmt auch, es war ziemlich düster, ziemlich viel rot und schwarz, natürlich das übliche Feuer, stellenweise sehr martialisch.
Kontrastprogramm dazu Akylas aus Griechenland mit Ferto, ein Mitfavorit und ich habe es leider bis jetzt nicht geschafft, mir den Song schönzuhören, ich habe es wirklich versucht. Mir ist das irgendwie zu anstrengend und die Bühnenshow (nix für Epileptiker) verstärkt das noch. Da hat man den Eindruck, nachdem man sich Akylas drei Minuten angesehen hat, jetzt würde man sich gern mal ein halbes Stündchen hinlegen, harhar. Aber natürlich ist Griechenland weiter. Nicht weiter ist hingegen San Marino, wo die ESC Veteranin Senhit diesmal Boy George im Schlepptau hatte und ich finde es erstaunlich, dass sie immer noch nicht zu wissen scheint, wie dieser Bewerb funktioniert. Dass nämlich große Stars außerhalb des ESC nicht unbedingt ein Erfolgsgarant sind, zumindest wenn der Song nix kann.
Die EBU hat sich heuer dafür entschieden, die Geräusche in der Halle, sprich den Unmut gegen Israel, nicht herauszufiltern und dann passierte das:
Wirklich so, so laut selbst im TV zu hören, sehr unangenehm, glücklicherweise eine singuläre Erscheinung.
Finnland als überdrüber Favorit ist natürlich auch weiter, dazu gab es ja eine kleine Kontroverse, da dem Wunsch der Geigerin Linda Lampenius stattgegeben wurde, die Geige live zu spielen. Das war eine Sensation, denn es war tatsächlich das erste Mal seit … vorigem Jahr. Okay, hear me out: Natürlich hat der Italiener Lucio Corsi letztes Jahr auch seine Mundharmonika spielen dürfen, aber es dauerte ungefähr 15 Sekunden, bis Corsi das angesabberte Instrument (hab ich mir immer gedacht harhar) seinem Co-Musiker wieder zurückgibt. Und davor war das letzte live Instrument tatsächlich 1998 (!) im Einsatz. Weil es eben da verboten wurde.
Morgen dann schon das zweite Semi, mit meinen beiden Lieblingssongs aus Tschechien und Dänemark.


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